Professionalität und Innovation ist ein akademisches Weiterbildungsprogramm der ZWST in Kooperation mit der FH Erfurt und der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg. Die Weiterbildung soll zur fachlichen Qualifizierung der Mitarbeiter jüdischer Gemeinden führen, neue berufliche Perspektiven eröffnen und mehr Professionalität in den Gemeinden hervorbringen.
Aufbau des Studiums: Das Projekt ist eine modular gestaltete Weiterbildung. Folgende Zertifikate der FH Erfurt können erworben werden: Sozialbetriebswirt (410 Stunden), Gemeindesozialarbeit (240 Stunden), Erziehung u. Bildung in jüdischen Einrichtungen (180 Stunden), Zusatzqualifikation Leitung jüdischer Erziehungs- u. Bildungseinrichtungen (240 Stunden), Sozial- u. Projektmanagement (240 Stunden). Das Weiterbildungsprogramm besteht aus 6 Modulbereichen, denen thematisch Seminare (1-3 Tage) zugeordnet sind:
- Information und Grundlagen
- Grundlagen der Sozialen Arbeit u. Arbeitsfelder, Betriebswirtschaft, Management u. Leadership
- Recht
- Migration und Integration
- Orientierungswissen Judentum
Die Module bestehen aus Lehrveranstaltungen, die sich für das jeweilige Zertifikat in Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlkurse gliedern. Zum Erlangen eines Zertifikats müssen die in der Studienordnung festgelegten Kurse belegt und darin Leistungen erbracht werden. Die Leistungen bestehen i.d.R. aus aktiver Teilnahme, einer Hausarbeit sowie einer Abschlussarbeit.
Organisation und Kosten: Die Weiterbildung findet im Zeitraum April 2010 bis Juni 2012 statt. Die 3-Tagesseminare finden vorwiegend in der ZWST-Bildungsstätte in B.Sobernheim statt, die Tagesseminare werden regional angeboten und sind an den Bedürfnissen der örtlichen Gemeinden ausgerichtet. Alle 3-Tagesseminare sind Zertifikatskursen zugeordnet und dementsprechend sind sie für die Studierenden reserviert, die ein Zertifikat erwerben wollen. Bei ausreichender Platzkapazität können auch Zertifikatskurse von Teilnehmern gebucht werden, die kein Zertifikat erwerben wollen.
Die Teilnehmer werden fachlich von den akademischen Kursleitern Prof. Dr. Esther Weitzel-Polzer, FH Erfurt, Prof. Dr. Doron Kiesel, FH Erfurt sowie Prof. Dr. Frederek Musall, Hochschule für jüdische Studien Heidelberg betreut. Das eigens für jedes Zertifikat konzipierte Studienbuch wird die Organisation des Studiums strukturieren und den Teilnehmern die Koordination erleichtern. Lehrmaterialien werden von den Lehrenden zur Verfügung gestellt.
Im Rahmen der Weiterbildung wird eine geringe Semestergebühr (ca. 100 Euro) erhoben. Die Fahrtkosten zu den Seminaren werden übernommen. Während der Seminare entstehen für die Teilnehmer keine Kosten für Unterbringung und Verpflegung.
Zulassungsvoraussetzungen: Die Teilnehmer müssen über die anerkannte Hochschulreife (Abitur) sowie über gute Deutschkenntnisse verfügen.
Tagesseminare: Zusätzlich stellt die ZWST den Gemeinden die Möglichkeit zur Verfügung, Tagesseminare in ihrer Region, mit Themen des eigenen örtlichen Bedarfs, zur Qualifizierung des Personals mit Referent/innen eigener Wahl durchzuführen. In einigen Gemeinden wurden bereits Bedarfsanalysen und erste Seminare durchgeführt. Die Themenbereiche Büroorganisation, Management, Führungsfragen, Finanzierung, Supervision zählten im Ergebnis zu den Favoriten für die Veranstaltung örtlicher Seminare und Workshops.
Für die Gemeinden, die bereits an den Zertifikatskursen in Bad Sobernheim teilnehmen, eröffnet sich durch die Tagesseminar-Option darüber hinaus ein Weg, das neu erworbene Wissen anhand der ganz konkreten Fragestellungen vor Ort zu kommunizieren und zu vertiefen bzw. zu ergänzen.
Ansprechpartner:
Freddy Gross (ZWST-Projektleitung):
Sabine Reisin (Tagesseminare)
Tel.: 030/257 60 99 10