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Jüdische Tradition, Bildung und Kultur

Die Vielfalt des Judentums spiegelt sich in dem breiten Angebot und den Aktivitäten der ZWST wider. Sei es die Schabbat-Feier im Kurhotel Eden-Park, das Proben des jüdisch-israelischen Volkstanzes in den Tanzseminaren, die Organisation eines festlichen koscheren Mahls in den Kochseminaren oder in den vielen Workshops zu der ehrenamtlichen Arbeit in den jüdischen Gemeinden. Der Vermittlung jüdischer Tradition fällt besonderes Gewicht zu, da die jüdischen Zuwanderer aus der ehemaligen UdSSR mit wenig Wissen und kaum einem Zugang zum Judentum nach Deutschland kamen. Die ZWST leistet einen wichtigen Beitrag für die Integration der Zuwanderer in die jüdische Gemeinschaft, basierend auf der Förderung kreativer Aktivitäten im Bereich jüdischer Kunst, Musik, Tanz, Literatur, Theater. Doch auch die Fortbildungen zur jüdischen Religion und Tradition stoßen auf begeistertes Interesse, indem jüdische Traditionen in den Seminaren emotional nachvollziehbar werden. Die theoretische Vermittlung von Wissen wird kombiniert mit der aktiven Gestaltung, indem Schabbat-Feiern oder Feste gemeinsam organisiert und gemeinsam in einem festlichen Rahmen begangen werden. Seminarteilnehmer werden zu Multiplikatoren, in dem sie das Gelernte in ihren Gemeinden erfolgreich weitervermitteln.

Die vielfältige Förderung einer jüdischen Identität verdeutlicht sich auch in vielen Projekten für unterschiedliche Ziel- und Altersgruppen, wie z.B. im dem Informationsportal "Hadracha" für die jüdische Jugendarbeit oder dem kindgerechten Projekt "Mibereshit" für 3-13 jährige.
Die Jüdische Galerie in Berlin oder das Kultur- und Integrationszentrum "Kibuz" in Potsdam, die ohne das Engagement jüdischer Migranten nicht existieren würden, sind nicht die einzigen Beispiele für eine erfolgreiche Integration der Zuwanderer in die jüdische Gemeinschaft.

Es zeigt sich, dass die Integration in die deutsche Gesellschaft erleichtert und zuweilen beschleunigt wird, wenn Zuwanderer mit der Bindung an die jüdische Gemeinschaft und durch ihre Unterstützung auch schneller in die Kultur der Aufnahmegesellschaft eingeführt werden können.
Ausgabe Nr. 2 - Juni 2013
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