TOP THEMEN

Weltimpfwoche: Deutsche empfinden Verteilung von Covid-19-Impfstoffen als ungerecht

Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ warnt vor steigender humanitärer Not durch Impfnationalismus

BONN, 27.04.2021 – 71 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass die weltweite Verteilung von Covid-19-Impstoffen derzeit nicht gerecht verläuft. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen YouGov-Umfrage hervor, die das Nothilfebündnis „Aktion Deutschland Hilft“ anlässlich der derzeit laufenden Weltimpfwoche der WHO beauftragt hat. Daten zum globalen Impfgeschehen bestätigen die Einschätzung der Befragten: Während in vielen reichen Ländern bereits jeder vierte Bürger eine Impfung erhalten hat, ist es in ärmeren Ländern bislang nur jeder 500ste. Das Bündnis deutscher Hilfsorganisationen warnt: Durch dieses Ungleichgewicht wird die weltweite Hunger- und Armutsbekämpfung um Jahre zurückgeworfen und die Anzahl der Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, weiter steigen.

Vollständige Pressemitteilung
Foto: In ärmeren Ländern hat bislang nur ein Bruchteil der Menschen eine Covid-19-Impfung erhalten. Hinweis: Symbolbild aus einer früheren Impfkampagne in Indonesien.
© Aktion Deutschland Hilft/Stefan Trappe

„Wie können wir dem steigenden Bedarf an humanitärer Hilfe und komplexer werdenden Mehrfachkatastrophen begegnen?“

ZWST im Gespräch mit Manuela Roßbach, geschäftsführende Vorständin „Aktion Deutschland Hilft“


Digitales Denkmal für die Opfer des Holocaust- Erinnerungsaktion von Jugendlichen wird fortgesetzt

Die Stipendiat:innen der START-Stiftung übergeben den Staffelstab ihrer Aktion gegen das Vergessen an die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST). Charlotte Knobloch lobt das beispielgebende Engagement der Jugendlichen im Rahmen der Initiative #everynamecounts der Arolsen Archives.

Vollständige Pressemitteilung


Sich selbst und andere schützen

Die Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland und der ZWST, Josef Schuster und Abraham Lehrer richten sich in einem gemeinsamen Brief an die Gemeindemitglieder und rufen sie dazu auf, sich impfen zu lassen:
"Pikuach Nefesch – die Rettung des Lebens: Das ist im Judentum das oberste Gebot."

Impfempfehlung veröffentlicht in der Jüdischen Allgemeinen  


Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) unterstützt Erklärung für Menschlichkeit und Vielfalt

Über 400 Organisationen zeigen klare Haltung gegen Rassismus

2. März 2021 Mit der gemeinsamen Erklärung zeigen zum Auftakt des Wahljahres 435 Verbände, Initiativen und Einrichtungen aus dem Bereich der Behindertenhilfe und der Sozialen Psychiatrie gemeinsam klare Haltung gegen Rassismus und Rechtsextremismus und warnen vor Hetze und Stimmungsmache rechter Akteur:innen wie der AfD und ähnlicher Bewegungen. Mit Sorge beobachten die Verbände, wie versucht wird, eine Stimmung zu erzeugen, die Hass und Gewalt nicht nur gegen Menschen mit Behinderung, psychischer oder physischer Krankheit schürt, sondern gegen alle, die sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft engagieren. (...) Die Mitzeichnenden, die von Organisationen der Selbsthilfe über Förder- und Inklusionsorganisationen bis zu Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege reichen, zeigen sich entschlossen, Hass und Hetze entgegenzutreten: „Wir lassen nicht zu, dass in Deutschland eine Stimmung erzeugt wird, die unsere Gesellschaft spaltet“, heißt es in der Erklärung. (...)
Dazu Aron Schuster, Direktor der mitzeichnenden Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. (ZWST): „Als sozialer Dachverband der jüdischen Gemeinden und ihren vulnerablen Zielgruppen sind wir hoch alarmiert über wachsende demokratiefeindliche Kräfte. In Krisenzeiten zeigt es sich noch deutlicher: Es sind diese vermeintlichen Randkräfte, die Hass, Diskriminierung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in die Mitte der Gesellschaft transportieren. Die AfD und ihre Anhängerschaft sind keine Partner zivilgesellschaftlicher Bündnisse, die das Ziel verfolgen, Menschen zu schützen, zu stärken und mit Gerechtigkeit und Würde zu behandeln.“

Vollständige Pressemitteilung hier 


Die Ergebnisse der zweiten Umfrage zu Corona-Folgen in der Sozialwirtschaft wurden veröffentlicht: Soziale Infrastruktur braucht weiter Schutzschirme

Vollständige Pressemitteilung


Online-Gedenkzeremonie

Zum Gedenken an den langjährigen Direktor der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, Herrn Benjamin Bloch sel. A. und in Anerkennung seiner Verdienste für die jüdische Gemeinschaft hatte die ZWST anlässlich des zweiten Todestages zu einer Online-Gedenkzeremonie am 14. März eingeladen. Der anlässlich dieser Zeremonie entstandene Film ist unter folgendem Link einsehbar: 
www.zwst.org/benibloch