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1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Digitale Kampagne der ZWST

Die ZWST beteiligt sich am Festjahr 2021 „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ und wird mit der Kampagne „Zedaka“ besondere Facetten jüdischer Lebenswelten in Deutschland im Rahmen dieses Jubiläums sichtbar machen. Über sieben Monate hinweg soll die Kampagne neben den Brüchen und Kontinuitäten jüdischer Wohlfahrtspflege, die Besonderheit des jüdischen Verständnisses für Fürsorge und gesellschaftlichen Zusammenhalt vermitteln sowie ein vielfältiges und greifbares Bild jüdischer Lebenswelten der Gegenwart zeigen. (...) Ab Mitte Juni wird die Kampagne auf den Social-Media-Kanälen der ZWST ausgerollt. Der Fokus liegt hierbei auf Instagram, Youtube und Spotify. Ab dem 01.07.2021 wird außerdem eine begleitende Webseite freigeschaltet. Es handelt sich um eine reine Digitalkampagne, die sich entlang von Monatsthemen entfaltet.

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Mit Katastrophenvorsorge gegen Klimaflucht

Zur Reduzierung von Fluchtursachen stärken Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ Menschen in Risikogebieten
BONN, 15.06.2021 – Viele Fluchtbewegungen haben ihren Ursprung unter anderem im Klimawandel: durch ihn nehmen Extremwetterereignisse wie Dürren, Überschwemmungen oder Stürme zu und der Meeresspiegel steigt. 2020 waren Naturkatastrophen für 98 Prozent der Binnenvertreibungen verantwortlich. Sieben Millionen Menschen flohen aufgrund von Naturkatastrophen und Extremwetter innerhalb ihres Landes – viele von ihnen wurden mehrfach vertrieben. Schon jetzt ist der Klimawandel für sie Realität, denn Folgen wie zum Beispiel Ernteausfälle oder Wassermangel bedrohen ihre Existenzgrundlage. Um Fluchtursachen zu mindern, setzen die Hilfsorganisationen im Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ auf Katastrophenvorsorge und bereiten Menschen weltweit in Risikogebieten auf die Folgen des Klimawandels vor.

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Foto: Menschen fliehen in Bangladesch vor dem Monsun
© World Vision/Himaloy Joseph Mree

„Wie können wir dem steigenden Bedarf an humanitärer Hilfe und komplexer werdenden Mehrfachkatastrophen begegnen?“

ZWST im Gespräch mit Manuela Roßbach, geschäftsführende Vorständin „Aktion Deutschland Hilft“


Wohlfahrtsverbände und Gewerkschaften fordern umfassende Förderung digital unterstützter Weiterbildung

Berlin, 07. Juni 2021 Anlässlich der Diskussion über die Nationale Weiterbildungsstrategie weisen die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW), die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) auf den dringenden Handlungsbedarf zur Verwirklichung digital unterstützter Weiterbildung hin. Jetzt müsse „Teilhabe an Weiterbildung für alle“ ermöglicht werden. In einem heute vorgelegten gemeinsamen „Forderungspapier zur Unterstützung der Weiterbildungseinrichtungen im Rahmen der Digitalisierung“ betonen die Wohlfahrtsverbände und Gewerkschaften: „Die Gesellschaft und der Arbeitsmarkt werden digitaler. Die Pandemie hat zusätzlich einen erheblichen Digitalisierungsschub gebracht. Weiterbildung ist dabei ein zentraler Schlüssel, um Menschen mit den notwendigen Kompetenzen auszustatten, mit der Dynamik der Digitalisierung Schritt halten zu können.“

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Forderungspapier zur Unterstützung der Weiterbildungseinrichtungen


Jossi Avidor sel. A., langjähriger Wegbegleiter und Jugendleiter der ZWST, ist am Montag, den 25.05.2021 im Alter von 48 Jahren verstorben.

Die Nachricht vom viel zu frühen Tode von Jossi Avidor erfüllt uns mit tiefer Trauer. Die ZWST und die jüdische Gemeinschaft in Deutschland verlieren mit Jossi eine herausragende Persönlichkeit, die die jüdische Jugendarbeit wie wenige andere geprägt hat. Drei Jahrzehnte widmete er sich Jugendlichen in der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland hingebungsvoll und prägte die Entwicklung tausender Kinder und Jugendlicher in den jüdischen Gemeinden durch sein Wirken maßgeblich. Die jüdische Jugendarbeit war dem Heilpraktiker für Psychotherapie stets ein besonderes Herzensanliegen. Seit 1987 begleitete er die Machanot der ZWST als Madrich, Co-Rosh und Rosh. Unter seiner Federführung wurden seit 1994 zahlreiche Jahrgänge angehender Madrichim aus- und fortgebildet. Besonders wichtig war ihm dabei, die individuellen Stärken eines jeden Jugendlichen zu fördern, einen besonderen Platz für jeden Einzelnen zu finden und allen Jugendlichen einen Zugang zu jüdischen Werten, Traditionen und jüdischem Wissen zu ermöglichen. 
Er hat maßgeblich dazu beigetragen die Jugendarbeit der ZWST zu dem zu machen, was sie heute ist: Ein Entstehungsort für persönliche Erfolgsgeschichten, Familien, ein Netzwerk, eine Community. Er hinterlässt uns einen wichtigen Auftrag: Weiterhin da zu sein für diejenigen in unserer Gemeinschaft, die unsere besondere Unterstützung brauchen. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie. Jossi, wir werden dich vermissen und dir stets ein ehrendes Andenken bewahren. 


Stellungnahme zu den Angriffen auf Synagogen und jüdische Einrichtungen

In den vergangenen Tagen kam es vermehrt zu Gewalt gegen Jüdinnen und Juden sowie jüdische Einrichtungen. In vielen Städten wurden auf israelfeindlichen Kundgebungen antisemitische Parolen gerufen, Stolpersteine, Gedenktafeln und Israelfahnen wurden beschädigt und verbrannt, häufig direkt vor Synagogen. Übergriffe auf Einzelne und Gruppen, stellvertretend für einen historisch und gesellschaftlich hochkomplexen Konflikt, sind weder Meinung noch Kritik - sondern Antisemitismus. Viele Menschen fühlen sich derzeit bedroht und erfahren offene Gewalt. Diese Form der "Proteste" ist nicht legitim und darf nicht über den "Nahostkonflikt" erklärt werden. Das Team des Kompetenzzentrums steht an der Seite der Betroffenen. Wir hören nicht auf, durch Bildung und Forschung Antisemitismus zu begegnen und rufen dazu auf, jede Form von Antisemitismus zu unterbinden und die Gewalt gegen die jüdische Bevölkerung zu stoppen.


Digitales Denkmal für die Opfer des Holocaust- Erinnerungsaktion von Jugendlichen wird fortgesetzt

Die Stipendiat:innen der START-Stiftung übergeben den Staffelstab ihrer Aktion gegen das Vergessen an die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST). Charlotte Knobloch lobt das beispielgebende Engagement der Jugendlichen im Rahmen der Initiative #everynamecounts der Arolsen Archives.

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Sich selbst und andere schützen

Die Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland und der ZWST, Josef Schuster und Abraham Lehrer richten sich in einem gemeinsamen Brief an die Gemeindemitglieder und rufen sie dazu auf, sich impfen zu lassen:
"Pikuach Nefesch – die Rettung des Lebens: Das ist im Judentum das oberste Gebot."

Impfempfehlung veröffentlicht in der Jüdischen Allgemeinen