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ZWST begrüßt Verstetigung der Mittel für den Bundesfreiwilligendienst und fordert höhere Taschengeldbeträge für Freiwillige im Transferleistungsbezug

Die ZWST begrüßt die Ankündigung der Bundesfamilienministerin Giffey zur Verstetigung der für den Bundesfreiwilligendienst im Bundeshaushalt eingestellten Fördermittel.
Neben einer verbesserten finanziellen Ausstattung der pädagogischen Begleitung des Freiwilligendienstes ermöglichen die zusätzlichen Gelder auch die Erhöhung der im BFD gezahlten Taschengelder an die Freiwilligendienstleistenden. Die Ministerin regt an, dass die Einsatzstellen die Taschengelder aufstocken sollten, um Freiwilligen damit z. B. den Kauf eines ÖPNV Tickets zu erleichtern.
Der größte Teil der Freiwilligendienstleistenden in jüdischen Gemeinden wird von dieser gut gemeinten Verbesserung leider nicht profitieren können. Die Freibeträge, die im SGB II und SGB XII festgelegt sind, wurden nicht geändert, so dass Taschengeldbeträge über 200€ als Einkommen angerechnet und von der Grundsicherung abgezogen werden.

Die ZWST freut sich dennoch, dass die wichtigen Aufgaben, welche die rund 400 Bundesfreiwilligen in über 100 Gemeinden übernehmen, in den kommenden Jahren absichert sind. Gerade während der Einschränkungen durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona Pandemie, in der durch die Bundesfreiwilligendienstleistenden unbürokratisch Unterstützung geleistet werden konnte, hat sich der Wert dieser Form bürgerschaftlichen Engagements für den Zusammenhalt der Gemeinden deutlich gezeigt. Die ZWST als Zentralstelle im BFD wird sich in politischen Gesprächen dafür einsetzen, dass eine Anerkennung dieser Leistungen auch durch höhere Taschengelder ermöglicht wird.

Der BFD ist ein Angebot für Frauen und Männer um sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl zu engagieren. Es gibt keine Altersbegrenzung und keine Einschränkung der Staatsangehörigkeit. In der Regel dauert der Bundesfreiwilligendienst zwölf Monate, mindestens jedoch sechs und höchstens 18 Monate.

Nähere Infos zum BFD unter:
https://www.zwst.org/de/freiwilligendienste/


Wintermachanot 2020/21 in Bad Sobernheim

Die jüngsten Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus bedeuten erneut tiefe Einschnitte für unser gesellschaftliches Miteinander. Inwiefern die getroffenen Maßnahmen nach dem 30.11.2020 wieder gelockert werden, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehen. Diese aktuellen Entwicklungen haben somit auch unmittelbare Auswirkungen auf die Vorbereitung der bevorstehenden Winterferienfreizeiten der ZWST. Die Machanot bzw. Ferienfreizeiten der ZWST sind die wichtigste Plattform, um Kinder und Jugendliche aus den jüdischen Gemeinden Deutschlands miteinander zu vernetzen und den Nachwuchs zu fördern. Das identitätsstiftende und generationsübergreifende Zugehörigkeitsgefühl zeichnet die ZWST-Machanot seit Jahrzehnten aus.

Wir möchten Sie heute darüber informieren, dass wir im Hintergrund weiterhin intensiv an den Vorbereitungen der Wintermachanot arbeiten und diese vorbehaltlich der gültigen Corona-Verordnungen ermöglichen wollen.

Fest steht in jedem Fall, dass die Machanot diesen Winter in folgenden verkürzten Zeitfenstern ausschließlich in Bad Sobernheim stattfinden würden:
1. Turnus für die Altersstufe 10-13 Jahre vom 23.12 2020. – 28.12.2020
2. Turnus für die Altersstufe 14-18 Jahre vom 29.12.2020 – 03.01.2021

Wir werden die weiteren Entwicklungen genauestens beobachten und halten Sie mit weiteren Informationen auf dem Laufenden.

Sobald wir wissen, ob wir die Wintermachanot 2020/2021 s.G.w. realisieren können, werden wir Sie umgehend über Details und das Anmeldeverfahren informieren.

T.: 069 / 944371-30

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Online-Tagung "Online und Einsamkeit"

vom 06. bis 07. Dezember 2020

Die letzten Monate im Rahmen der COVID-19 Pandemie haben gezeigt, dass viele zwischenmenschliche Aktivitäten in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr möglich waren. Entfernte Familienangehörige sehen, sich mit Freunden austauschen, eine Beratung aufsuchen: all dies war plötzlich nicht mehr so handhabbar, wie Menschen es gewohnt sind. Dafür gerieten Kommunikationsmethoden wie Online-Konferenzen und Live Streams immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit. Aber konnten alle Menschen an diesen digitalen Angeboten partizipieren? Wie konnten oder können Menschen mit einer geistigen Behinderung oder einer psychischen Erkrankung damit umgehen?

Mit dieser Frage wird sich die geplante Online-Tagung der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V., mit Unterstützung durch Aktion Mensch e.V. auseinandersetzen.

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Programmübersicht


Digitale Transformation und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken

Freie Wohlfahrtspflege und BMFSFJ setzen digitalpolitische Zusammenarbeit fort

Berlin, 22.10.2020 Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtpflege (BAGFW) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) erneuern heute ihre 2017 geschlossene strategische Zusammenarbeit in Fragen der digitalen Zukunft der Freien Wohlfahrtspflege.
Juliane Seifert, Staatsekretärin im BMFSFJ, und Dr. Ulrich Schneider, Mitglied der BAGFW-Mitgliederversammlung (Der Paritätische Gesamtverband), kommen heute mit Verbändevertreter/innen und Expert/innen in Berlin zu einem Treffen zusammen, um eine gemeinsame Erklärung „Digitale Transformation und gesellschaftlicher Zusammenhalt – Gemeinsame Erklärung von BMFSFJ und BAGFW zur Wohlfahrtspflege in der Digitalen Gesellschaft“ zur Fortsetzung der digitalpolitischen Zusammenarbeit zu unterzeichnen.


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Gemeinsame Erklärung 

Foto: BAGFW/Tanja Schnitzler


Neue Veröffentlichung der ZWST

Im Dezember des letzten Jahres kamen über 200 Teilnehmende aus mehr als 15 Nationen in Frankfurt am Main zusammen, um sich zur psychosozialen Arbeit mit Überlebenden der Shoah und ihren Nachkommen auszutauschen und fortzubilden.
Der Tagungsband zur internationalen ZWST-Konferenz "Erinnern und Vergessen" ist ab sofort beim Hentrich&Hentrich-Verlag erhältlich.

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Zu dem Thema ist auch der Vorgängerband erhältlich: 

"Shoah - Flucht - Migration. Multiple Traumatisierung und ihre Auswirkungen" 

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"Katastrophenvorsorge hat ein Imageproblem"

Hilfsorganisationen im Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" zum Internationalen Tag der Katastrophenvorsorge: Leid verhindern, bevor es geschieht 

BONN, 09.10.2020 – Der Tsunami in Südasien 2004, das Erdbeben auf Haiti 2010 oder Wirbelsturm Idai 2019: Wer an humanitäre Hilfe bei schweren Naturkatastrophen denkt, hat oft Bilder von Hilfslieferungen, Lebensmittelverteilungen oder der Versorgung von Verletzten im Kopf. Neben solchen bildstarken Soforthilfemaßnahmen bleibt vielen Menschen jedoch verborgen, dass die Katastrophenvorsorge ein ebenso wichtiger Teil der Hilfe ist. 
"Katastrophenvorsorge hat eine Art Imageproblem", sagt Manuela Roßbach, geschäftsführende Vorständin des Bündnisses "Aktion Deutschland Hilft". "Über ein Erdbeben, bei dem viele Menschen ihr Leben verloren haben und Nothilfe für die Betroffenen geleistet wurde, wird eher berichtet, als über ein Erdbeben, bei dem nur wenige Menschen zu Schaden gekommen sind, weil effiziente Vorsorgemaßnahmen gegriffen haben. (..)       

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Factsheet zum Welttag der Katastrophenvorsorge

Foto: © Aktion Deutschland Hilft/Stefan Trappe


OFEK HESSEN

Community basierte Interventionen

Die Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung OFEK e.V. bietet seit März 2020 auch in Hessen eine lokale Interventionsstelle an. Das Projekt „OFEK Hessen - Community basierte Interventionen“ mit Standort in Frankfurt am Main wird durch das Landesprogramm „Hessen für Demokratie und Extremismus“ gefördert. OFEK Hessen berät Einzelpersonen, ihre Familien und Angehörige sowie Zeug*innen bei antisemitischer Gewalt in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, im persönlichen Umfeld, in Behörden und bietet auch Organisationen Unterstützung nach Vorfällen an. Die Beratung ist stets anonym und vertraulich.

OFEK e.V. arbeitet im engen Austausch mit überregional agierenden Projekten und Organisationen. Hierzu gehören die ZWST, das Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment (ZWST), der Bundesverband RIAS, der Verband von Opferberatungsstellen (VBRG), die Bildungsstätte Anne Frank und viele andere Partner.

Dazu Aron Schuster, Direktor der ZWST: „OFEK als Beratungsstelle orientiert sich an den anerkannten Grundsätzen der Opferberatung, setzt aber ganz gezielt auf die stärkende und sensibilisierende Arbeit mit und für die jüdische Community. Wir freuen uns, in Hessen, in Kooperation mit anderen Beratungsstellen, ein neues Empowerment- und Beratungsangebot organisieren zu können.“

Kontakt
Aufgrund der derzeitigen Situation sind persönliche Beratungen nicht möglich. Die Beratung findet telefonisch und/ oder digital statt.
OFEK-Hotline Hessen
Montag 12 - 15 Uhr
Mittwoch 09 - 12 Uhr
Ricarda Theiss
Tel.:(+49) (0)159-01359390
Tel.: (+49) (0)69-944 371 50
E.Mail: theiss@ofek-beratung.de

Weitere Informationen HIER

OFEK Hessen - Infofolder HIER downloaden

Bundesweite telefonische OFEK-Hotline
Montag 16 - 18 Uhr
Dienstag 10 - 12 Uhr
Mittwoch 12 - 14 Uhr
Donnerstag 10 - 12 Uhr
Freitag 12 - 14 Uhr
Tel.: (+49) (0)30-610 80 458
Tel.: (+49) (0)176-458 755 32
E-Mail: kontakt@ofek-beratung.de

Die bundesweite telefonische Beratung ist auf Wunsch mehrsprachig. Wir sprechen Deutsch, Englisch, Hebräisch und Russisch.