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Heuschreckenplage: „Stellen Sie sich vor, Sie müssen ein Jahr ohne Gehalt leben…“

Helfer aus den Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ berichten über die Folgen der Insektenschwärme
Bonn, 19.02.2020 – Heuschrecken am Himmel, auf Feldern, auf Bäumen – überall, so weit das Auge reicht. Das ist gerade die Realität für viele Menschen in Ostafrika und Teilen Asiens. „Die Situation hier ist erschreckend“, berichtet Nuru Mohammed Seid, der für einen Partner der Bündnisorganisation Terra Tech im Nordosten Äthiopiens tätig ist. „Ich habe bei meiner Arbeit als Helfer schon vieles gesehen, aber nichts davon war wie diese Heuschreckeninvasion. Sie fressen alles, was ihnen in die Quere kommt. Für die Menschen hier – meist Kleinbauern, die zur Selbstversorgung ein bis zwei Felder bewirtschaften und etwas Vieh halten – ist das eine Katastrophe“, so der Helfer weiter.

Handeln, bevor es zu spät ist – Spenden werden benötigt!
„Die Zeit drängt! Wenn die Ausbreitung der Heuschrecken bis zur Regenzeit im März und April nicht eingedämmt wird, droht die Lage völlig außer Kontrolle zu geraten“, erklärt Manuela Roßbach, geschäftsführende Vorständin von „Aktion Deutschland Hilft“. Die Hilfe und Vorsorgemaßnahmen müssen in den nächsten Wochen weiter ausgedehnt werden, doch die finanziellen Mittel dafür sind knapp. „Bislang hat unser Bündnis für die Betroffenen der Heuschreckenplage deutlich weniger Spenden erhalten als für andere Hilfseinsätze. Wir hoffen, dass sich das bald ändert, damit wir handeln können, bevor es zu spät ist“, appelliert Roßbach.

Vollständige Pressemitteilung hier

Stichwort „Heuschreckenplage“
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)
Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk höher)
Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 8 11 90 senden
(10€ zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft 9,83 €)
Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

Factsheet Heuschreckenplage

Foto: HelpAge Deutschland, Julian Kroll


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Surfst du noch oder lebst du schon?
Die Herausforderungen ständiger Erreichbarkeit.

Rund um die Uhr surfen, einkaufen, kommunizieren und arbeiten, wann und wo immer es gerade passt – das scheint Freiheit pur zu sein. Andererseits, tagtäglich zu jeder Zeit erreichbar und verfügbar zu sein, ist eine hohe Belastung, aus der physische und psychische Störungen bei sehr vielen Menschen und ernste Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen und bei der Arbeit resultieren. Und: Wieviel Zeit und Möglichkeiten bleiben eigentlich noch, ein jüdisches Leben zu führen, Zedaka zu üben und sich solidarisch mit den weniger Privilegierten bei uns und anderswo zu zeigen? Ein produktiver Austausch über notwendige Veränderungen im Umgang mit Emails, Smartphone und Co sowie eine sinnvolle und nachhaltige Life-Work-Balance sind wesentliche Ziele des Seminars.

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Gemeinsam gegen Antisemitismus

ZWST, Beratungsstelle OFEK und Bundesverband RIAS vereinbaren neue Kooperation


Berlin (30.01. 2020) - Um Betroffenen von Antisemitismus im gesamten Bundesgebiet die notwendige Unterstützung zukommen zu lassen, wollen drei zentrale Akteure der Antisemitismusbekämpfung enger kooperieren: Am heutigen Donnerstag unterzeichneten die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. (ZWST), die Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung OFEK e.V. und der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) e.V. eine entsprechende Kooperationsvereinbarung.
Die Kooperation regelt die Dokumentation und Veröffentlichung von antisemitischen Vorfällen, die Sensibilisierung und den Austausch mit den jüdischen Institutionen sowie die Verweisberatung und Begleitung von Betroffenen. So kann der Bundesverband RIAS e.V. Ratsuchende, die sich über das bundesweite Meldeportal www.report-antisemitism.de an ihn wenden und weiterführende Beratung benötigen, zukünftig auch an OFEK e.V. vermitteln. Zusammen mit dem bundesweit agierenden Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment der ZWST wollen die Partner Qualitätsstandards entwickeln, die auch in der präventiv-pädagogischen Arbeit genutzt werden können.
 
"Auch 75 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz gehören Stigmatisierungen, Beleidigungen, Belästigungen und nun auch tätliche Angriffe zum Alltag der jüdischen Community in Deutschland und Europa", sagte der Direktor der ZWST, Aron Schuster.

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Kostenfreie Beratung nach antisemitischen Vorfällen

OFEK ist die Beratungsstelle des Kompetenzzentrums für Prävention und Empowerment (ZWST) mit Sitz in Berlin. Die zentralen Aufgabenfelder von OFEK sind kostenfreie Beratung nach antisemitischen Vorfällen (z.B. in der Schule, am Arbeitsplatz, im öffentlichen Raum sowie fachliche Beratung von Institutionen, z.B. Gemeinden, Schulen). OFEK bietet: Einzelfallberatung, Gruppenberatung, Interventionsangebote.

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Mitgliederversammlung der ZWST wählt neuen Vorstand

Abraham Lehrer bleibt Präsident der ZWST
Am 19. Januar 2020 tagte in Frankfurt am Main die Mitgliederversammlung der ZWST und wählte turnusgemäß nach vier Jahren einen neuen Vorstand. Erneut in den Vorstand gewählt wurden Mark Dainow (Offenbach), Prof. Dr. Leo Latasch (Frankfurt), Sarah Singer (Berlin), Abraham Lehrer (Köln),  Küf Kaufmann (Leipzig), Michael Licht (Köln), Michael Rubinstein (Düsseldorf), Prof. Barbara Traub (Stuttgart) und Aleksander Chraga (Bochum), Foto: v.li. Neues Gesicht des neunköpfigen Vorstandes ist Michael Rubinstein aus Düsseldorf.
Besonders gewürdigt wurde Aviva Goldschmidt, die nicht erneut kandidierte und deren über 60jähriges Engagement, unter anderem als Leiterin des ZWST-Sozialreferates und seit 2011 im Vorstand der ZWST, ein großes Vermächtnis hinterlässt.
In der unmittelbar an die Mitgliederversammlung anschließenden konstituierenden Vorstandssitzung wurde Abraham Lehrer einstimmig im Amt des Präsidenten bestätigt, ebenso wie die beiden Vizepräsidenten Michael Licht und Sarah Singer.
Die Mitgliederversammlung der ZWST setzt sich aus Delegierten der Jüdischen Gemeinden und der Jüdischen Landesverbände in Deutschland zusammen.

Foto: Rafael Herlich


Zeitzeugentheater

Das „Zeitzeugentheater“ ist ein intergeneratives Pilotprojekt, das in Frankfurt/M. durchgeführt wurde. In diesem einmaligen Projekt berichten 6 Zeitzeug*innen über ihre Kindheits- und [Über]Lebenserfahrungen während des Nationalsozialismus. Gemeinsam mit 9 Schüler*innen wurden die Verfolgungs- und Fluchtgeschichten in Form eines Theaterstücks dramaturgisch umgesetzt. Das Projekt wurde darüber hinaus durch ein Filmteam begleitet mit dem Ziel, einen Film (90 Min.) zu erschaffen. Durch die Begleitung eines Kamerateams und die kreative Auseinandersetzung wird ein einzigartiges Zeitzeugendokument erstellt, das an die nächste Generation weitergegeben werden kann.


Umbenennung: Jüdisches Kurheim Eden-Park

Das Kurheim Eden-Park in Bad Kissingen ist die einzige jüdische Einrichtung dieser Art in Deutschland. Im Rahmen von 2-wöchigen Bildungsaufenthalten haben hier Senioren aus jüdischen Gemeinden in ganz Deutschland die Möglichkeit, sich in einem familiären Rahmen weiterzubilden und neue Kontakte zu knüpfen.
Nach einem Beschluss des Vorstandes der ZWST wird das Kurheim nach dem am 06. April 2019 verstorbenen Beni Bloch sel. A. umbenannt. Der in Jerusalem geborene Beni Bloch führte den Verband als Direktor von 1987 bis Juni 2018. In den 30 Jahren als Direktor der ZWST leistete Beni Bloch Unglaubliches für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland. Die Eröffnung des Kurheims Eden-Park in Bad Kissingen im Jahr 1993 war ein Meilenstein seines vielfältigen Einsatzes für Senioren.
Am 01.04.2020 wird im Rahmen eines Festaktes die offizielle Umbenennung des Kurheims erfolgen. Das Programm sieht u.a. Reden der Präsidenten der ZWST und des Zentralrats der Juden in Deutschland vor.

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JUGENDKONGRESS 2020
26.03. - 29.03.2020 · Berlin

DIE ZUKUNFT GEHÖRT UNS

Die hier lebende junge jüdische Generation versteht sich heute als fester Bestandteil der deutschen Zivilgesellschaft. Sie möchte mitreden und die Zukunft Deutschlands mitgestalten. Im Rahmen des 4-tägigen Kongresses sollen Wege, Möglichkeiten und Vorbilder diskutiert werden, wie sich die nachwachsende Generation stärker bei gesamtgesellschaftlichen- aber auch gemeindepolitischen Entscheidungsprozessen beteiligen und entsprechende Bedingungen hierfür einfordern kann.

TEILNAHMEBERECHTIGT: Mitglieder der Jüdischen Gemeinden in Deutschland im Alter von 18 – 35 Jahren

SELBSTKOSTENBEITRAG: € 130,- Übernachtung im Doppelzimmer (€ 45,- Zuschlag pro Nacht für Einzelzimmer) // € 70,- Teilnahme ohne Übernachtung

Die Anmeldung erfolgt Online unter: https://veranstaltungen.zwst.org

Anmeldschluss: 04.02.2020

Wir stehen Ihnen für weitere Informationen gerne zur Verfügung:
Jona Gross
E-Mail: gross@zwst.org
Tel.: 069 – 944371-18


March of the Living 2020

Studienreise der ZWST zum „March of the Living“ von Sonntag, den 19.04.2020 bis Freitag, den 24.04.2020

Über zehntausend Jugendliche und junge Erwachsene aus mehr als 40 Nationen nehmen jedes Jahr an der weltweit größten Zeremonie zum Gedenken an die Opfer des Holocaust teil: dem „March of the Living“ in Polen. Auch die ZWST organisiert jährlich eine Reise im Rahmen ihres Projektes 18+ für junge Erwachsene zwischen 18 und 35. Auf den Spuren jüdischer Geschichte führt die 6-tägige Studienreise die Teilnehmenden nach Warschau und Krakau.

TEILNAHMEBERECHTIGT: Mitglieder der Jüdischen Gemeinden in Deutschland im Alter von 18 – 35 Jahren

SELBSTKOSTENBEITRAG: 350,- für Schüler und Studenten // 500,- für Berufstätige

Der Selbstkostenbeitrag beinhaltet den Flug ab / bis Frankfurt  / Koschere Vollpension / Ausflüge und Besichtigungen / Teilnahme am „March of the Living“

Die Anmeldung erfolgt Online unter: https://veranstaltungen.zwst.org

Anmeldschluss: 20.02.2020

Wir stehen Ihnen für weitere Informationen gerne zur Verfügung:
Jona Gross
E-Mail: gross@zwst.org
Tel.: 069 – 944371-18


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